Fremd ist der Fremde nur in der Fremde

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Bild: © BarbaraALane, pixabay, Creative Commons, CC0 Public Domain

Mit den Flüchtlingen ist in Deutschland ein Thema wieder relevant geworden, das in den letzten Jahren von der Agenda weitgehend verdrängt schien: Der Umgang mit Fremdheit. Fremdheit stellt nicht nur eine Herausforderung für Flüchtlinge, die in ein für sie fremdes Land kommen, sondern auch für uns Eingesessene dar. Bei aller Willkommenskultur und allem Engagement für die ankommenden Flüchtlinge sind auch wir nicht frei von Ängsten, Zweifeln und Fragen: Wie sollen wir mit fremden Kulturen umgehen? Wie kann die Integration der Flüchtlinge aus ganz unterschiedlichen Herkunftskulturen gelingen? Gibt es Grenzen der der Offenheit? Wie sieht ein angemessener Umgang mit Fremdheit für jeden Einzelnen aus? Inwiefern müssen auch wir uns verändern, damit Menschen, die nach Deutschland flüchten, sich integrieren können? Bedarf es eines positiven Leitbildes, an dem sich alle orientieren können oder sollen? Ohne eine offene Auseinandersetzung über diese Fragen können die Herausforderungen der Einwanderung und Integration von Flüchtlingen nicht gemeistert werden.

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, meinte der weise Karl Valentin. In diesem Sinne muss es darum gehen, Fremdheit zu überwinden, damit wir alle – neu Dazukommende und bereits hier Lebende – uns nicht fremd fühlen. Dies kann am besten mit einer Verständigung über unsere Werte, Hoffnungen, Ängste und Zweifel geschehen. Erst vor diesem Hintergrund können wir die Chancen und Möglichkeiten der Einwanderung angemessen einschätzen und nach Wegen für eine positive Zukunft für alle suchen.

Hierzu möchten wir ein Gespräch auf Basis der Dialog-Methode von David Bohm durchführen. Im Dialog wird es möglich, individuelle und kollektive Ideen, Überzeugungen, Hoffnungen und Ängste zu erkunden und neue Perspektiven zu erschließen. Der Dialog ist ergebnisoffen und hierarchiefrei. In Abgrenzung zur Diskussion gibt es in ihm keine richtigen oder falschen Meinungen. Die Teilnehmer überzeugen einander nicht, sondern teilen ihr Denken. Die Essenz des Dialoges ist Lernen – nicht als Resultat der Aufnahme von Informationen oder Theorien, sondern als Teil eines fortwährenden Prozesses von kreativem Miteinander. Bei Kaffee und Kuchen wird nach einer kurzen Einführung zur Dialog-Methode direkt in das Gespräch eingestiegen.

Gesprächsleitung:

Susanne Gölitzer und Mathias Fechter

Termin:

Sonntag, 17. Januar 2016, 16.00-19.00 Uhr

Gegebenenfalls wird mit den Teilnehmern ein Folgetermin zur Weiterführung des Themas vereinbart.

Veranstaltungsort:

Antiquariat Schutt, Arnsburger Str. 76, 60385 Frankfurt a.M./Bornheim

Anmeldung:

ACHTUNG: Die Veranstaltung ist leider ausgebucht, keine Plätze mehr frei!

Es wird Kaffee und Gebäck geben.

Die Veranstaltung ist auf max. 20 Teilnehmer/-innen begrenzt.

Die Veranstaltung wird zusammen mit „Learning by Living – Schule für Leben|s|Kunst durchgeführt.