Alternative Mathematik: Warum 2+2 auch mal 22 sein kann

In Zeiten „alternativer Fakten“ scheint nichts mehr sicher. Nicht nur der US-Präsident biegt sich die Welt so zurecht, wie es ihm passt. In immer breiteren Kreisen werden Thesen verbreitet, die klar widerlegt sind. Allein in der Mathematik – so erscheint es zumindest dem Laien – gibt es keinen Diskussionsspielraum: 2+2=4, das weiß jedes Kind.

Aber so einfach ist es nicht. Warum, erklärt uns der promovierte Mathematiker Reinhold Hess – alltagsnah, anschaulich und auch für Menschen ohne mathematische Vorkenntnisse zu verstehen. 2+2=22 – was zunächst wie Unsinn klingt, führt direkt zu einer der grundlegenden Ideen der modernen Mathematik: Zahlen und Rechenregeln hängen davon ab, wie wir Objekte miteinander verknüpfen.

Mit verblüffenden Beispielen führt er uns in die Welt der Gruppentheorie ein – jenes Gebiet der Mathematik, das Symmetrien, Drehungen und Rechenoperationen untersucht. Dabei begegnen wir Telefonnummern, Uhrzeiten und dem Zauberwürfel ebenso wie dem jungen französischen Mathematiker Évariste Galois, einem der Begründer der modernen abstrakten Algebra.

Ein Abend für alle, die Mathematik von ihrer kreativen und philosophischen Seite kennenlernen möchten. Aber auch ein Abend, der über die Mathematik hinausführt. In der anschließenden Diskussion sprechen wir darüber, was das Infragestellen wissenschaftlicher Gewissheiten mit uns macht, wie wir der permanenten Relativierung begegnen und ob die Rationalität noch zu retten ist.

Wann? Freitag 19. Juni 2026, 19.30 Uhr
Wo? Klassenzimmer, Frankfurt am Main/Bornheim

Ein gemeinsames Essen können wir diesmal leider nicht anbieten, wir versuchen aber Getränke und Brezeln zu organisieren.

Bitte meldet euch hier an. Nach der Anmeldung erhaltet Ihr genauere Informationen und eine Wegbeschreibung zum Ort der Veranstaltung.