{"id":1678,"date":"2015-02-18T16:18:37","date_gmt":"2015-02-18T14:18:37","guid":{"rendered":"https:\/\/salonslalom.wordpress.com\/?page_id=1678"},"modified":"2015-02-18T16:18:37","modified_gmt":"2015-02-18T14:18:37","slug":"13-marz-gemuse-genozid-geldpolitik-die-grosmarkthalle","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.dialogische-kultur-und-bildung.de\/salonslalom\/termine\/13-marz-gemuse-genozid-geldpolitik-die-grosmarkthalle\/","title":{"rendered":"13. M\u00e4rz: Gem\u00fcse, Genozid, Geldpolitik &#8211; die Gro\u00dfmarkthalle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gem\u00fcse, Genozid, Geldpolitik: die Gro\u00dfmarkthalle\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>\u2028Was ein Geb\u00e4ude \u00fcber die deutsche Geschichte erz\u00e4hlt<\/strong><\/p>\n<p>Freitag, den 13.3.2015, 20 Uhr<br \/>\nTheaterschule Frankfurt c\/o Katja Hergenhahn<br \/>\nBergerstra\u00dfe 316, Frankfurt Bornheim<\/p>\n<p>zur Anmeldung geht&#8217;s <a title=\"Anmeldung\" href=\"https:\/\/salonslalom.wordpress.com\/anmeldung\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/salonslalom.files.wordpress.com\/2015\/02\/img_01301.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1684\" src=\"https:\/\/salonslalom.files.wordpress.com\/2015\/02\/img_01301.jpg\" alt=\"IMG_0130\" width=\"584\" height=\"389\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit einer szenischen Lesung zur Gro\u00dfmarkthalle m\u00f6chten Reiner Bruckhaus, Ingo Peter, Mathias Fechter und Susanne G\u00f6litzer mit euch \u00fcber historische und gesellschaftliche Ein- und Aussichten ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p>Den Anlass zu diesem Salon gibt eine F\u00fchrung durch das fast fertiggestellte Geb\u00e4ude der EZB im Sommer 2014: die Gro\u00dfmarkthalle Frankfurt und den EZB-Turm. Es wurde sachkundig Auskunft gegeben \u00fcber die architektonischen Streitpunkte der Sanierung und Nutzung des denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4udes und die Verbindung mit der Turmkonstruktion, die an die Gro\u00dfmarkthalle angebaut wurde.<\/p>\n<p>Die Besucher sind beeindruckt von der liebevollen und handwerklichen Rekonstruktion der architektonischen Details des Els\u00e4sserbaus, der roten Fensterrahmen, der hellen und dunklen Backsteine, ihr ornamentales Muster in der Au\u00dfenmauer und der kathedralenartigen, filigranen Dachkonstruktion aus Beton. Wieso hat man dem Gem\u00fcse 1928 eine Kirche gebaut? Ern\u00fcchternd auf die Besucher wirkt der Verlust der ehemals gro\u00dfz\u00fcgigen Halle. Hier schreit und wiegt niemand mehr, hier werden keine Palletten mehr gestapelt und verbracht, hier trifft Afrika und Neuseeland nicht mehr auf Oberrad. Die Halle ist durchbrochen und zweigeteilt. Wo fr\u00fcher international das Obst aus aller Welt tobte, empf\u00e4ngt den Besucher heute eine diskrete Welt aus Rechners\u00e4len und Besprechungsr\u00e4umen. Aber dann die T\u00fcrme: Man blickt nach unten, blickt nach oben und sieht H\u00f6he. Wenn man aus dem Fenster blickt, liegt das Ostend nah und winzig zugleich zu F\u00fc\u00dfen, der Rest der Stadt ist sch\u00f6ne Kulisse im Fernblick. Wir fragen uns: Herrscht hier Weitsicht oder Abgehobenheit? Braucht es N\u00e4he oder Distanz zur Welt da drau\u00dfen, wenn wichtige Fragen anstehen? Was sagt die Architektur dem Betrachter \u2013was den Menschen, die hier t\u00e4glich arbeiten? Was verr\u00e4t uns die Architektur \u00fcber den Geist einer Institution, ihr Selbstverst\u00e4ndnis, ihre Werte?<\/p>\n<p>Szenenwechsel: Den Keller d\u00fcrfen wir nicht betreten. Er ist geschlossene Zone. Auch der Keller hat seinen Zweck erf\u00fcllt. Keller \u00f6ffnen keinen Blick f\u00fcr die H\u00f6he. Sie \u00f6ffnen \u00fcberhaupt keinen Blick \u2013 aber sie bergen Erinnerungen. Hier wurde nicht nur Waren gelagert. Der Keller der Gro\u00dfmarkthalle \u2013 jener modernen Kathedrale, deren Architektur den Anspruch einer besseren Zukunft erhob \u2013 diente als finsterer Kerker. Wer weggeschafft werden sollte, ist w\u00e4hrend der Nazi-Herrschaft durch diesen Keller gegangen.<\/p>\n<p>An der Entwicklung der Gro\u00dfmarkthalle \u2013 ihrer Architektur, ihrer verschiedenen gesellschaftlichen Funktionen von der Markthalle bis zur Zentralbank \u2013 wird nicht weniger als die kulturelle, sozialpolitische und \u00f6konomische Entwicklung Deutschlands von 1920 bis heute deutlich; der Umgang der Menschen mit diesem Objekt ist ein Spiegelbild des Umgangs der Gesellschaft mit sich selbst. Anhand von Bildern, Filmausschnitten und verschiedenen Begebenheiten rund um die Gro\u00dfmarkthalle m\u00f6chten wir dieser Entwicklung nachgehen und auf diese Weise nicht nur ein Geb\u00e4ude, sondern auch uns selbst besser verstehen lernen.<\/p>\n<p>Wir laden zum n\u00e4chsten Salon Slalom am Freitag, den 13.3.2015, 20 Uhr, Theaterschule Frankfurt c\/o Katja Hergenhahn, Bergerstra\u00dfe 316, Frankfurt am Main.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.theaterschule-frankfurt.de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.theaterschule-frankfurt.de<\/a><\/p>\n<p>Getr\u00e4nke wie gewohnt, etwas zu essen k\u00f6nnen wir leider nicht anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00fcse, Genozid, Geldpolitik: die Gro\u00dfmarkthalle\u00a0 \u2028Was ein Geb\u00e4ude \u00fcber die deutsche Geschichte erz\u00e4hlt Freitag, den 13.3.2015, 20 Uhr Theaterschule Frankfurt c\/o Katja Hergenhahn Bergerstra\u00dfe 316, Frankfurt Bornheim zur Anmeldung geht&#8217;s hier. 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